Interview mit MMA-Siegerin Annika Hagen von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Annika, erzähl doch mal...

Im spannenden Finale des Marketing Master Awards wurde Annika Hagen von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Sie gewann mit ihrer Arbeit "Dimensions of green brand equity and its influence on customer purchase intention and sustainable firm marketing strategies: An empirical study of IKEA".

Wir haben Annika zum Interview getroffen und ihr einige Fragen zum MMA und ihrer weiteren Laufbahn gestellt: 

Herzlichen Glückwunsch zum Marketing Master Award. Wie hast du den Abend erlebt?

Annika Hagen: Erstmal vielen herzlichen Dank, ich habe mich sehr über den Award zu meiner Masterarbeit gefreut! Nach so viel Zeit, Nerven und Arbeit, die man in so einem Projekt steckt, ist es auf jeden Fall eine wunderschöne Bestätigung am Ende. Die erste Hälfte des Abends war ich natürlich super aufgeregt, vor allem wenn man als letzte erst präsentiert. Klar ist man im Master das Präsentieren eigentlich gewohnt, aber vor so einer großen Gruppe zu sprechen und dann ja auch vor vielen, die in Bereich Marketing schon länger arbeiten, ist nochmal was ganz anderes. Nach meinem Vortrag und auch nach den vielen positiven Rückmeldungen dazu war ich dann aber doch recht entspannt. Mit dem Award selber habe ich tatsächlich gar nicht gerechnet, was mich dann aber umso mehr gefreut hat. Und auch das Networking im Anschluss fand ich total schön, eine super lockere Atmosphäre mit vielen verschiedenen Leuten, von Studenten im Bachelor bis hin Geschäftsführern war ja alles dabei! Ich hoffe sehr, dass das Event nächstes Jahr in eine zweite Runde gehen kann.

Was hat dich am Thema deiner Masterarbeit begeistert?

Annika Hagen: Ich fand es total spannend, ein Standard-Modell (in meinem Fall AIDA) auf theoretische und akademische Forschung zu beziehen. Dazu habe ich auch ein eher komplexes Modell erstellt, um verschiedene Beziehungen untereinander zu testen. Die Herausforderung, das dann auch statistisch zu berechnen, hat mir tatsächlich viel Spaß gemacht. Und dann ist es natürlich auch schön zu sehen, wenn man am Ende nach der Analyse sieht, dass die eigenen Ergebnisse signifikant sind; also das, was man sich überlegt hat, quasi funktioniert hat. 

Man steckte schon eine Menge Arbeit, vor allem in die Vorbereitung einer Umfrage und die Methodik, in eine Masterthesis rein. Außerdem hat es mich auch recht begeistert, als ich andere Paper gelesen habe, auf wie viele Ebenen und Branchen ich meine Ergebnisse nun beziehen kann. Klar ist alles eher theoretisch gewesen und hat die Basis-Struktur einer Marke untersucht; im Großen und Ganzen aber können davon jetzt viele Marken profitieren, indem sie nun wissen, dass theoretisch verschiedene Beziehungen statistisch signifikant sich aufeinander beziehen und damit dann beispielsweise eine neue Marketingkampagne kreieren können.

Welche gewonnenen Erkenntnisse haben dich überrascht?

Annika Hagen: Ich habe eigentlich eine recht theoretische Arbeit geschrieben, in der ich mich auf verschiedene Einflüsse von Nachhaltigkeit im Bereich des Konsumentenverhaltens bezogen habe. Als ich meine Umfrage dann erstellt habe, habe ich spontan auch nach der persönlichen Meinung der Teilnehmer gefragt. Das hatte ich aber eigentlich eher aus persönlichem Interesse gemacht und wollte dies gar nicht in die Arbeit mit einfließen lassen. Die Ergebnisse dazu waren dann aber so spannend, dass ich daraus eine ganz andere Sichtweise auf die Analyse bekommen habe und auch ganz andere Handlungsempfehlungen gewonnen habe. Die Meinungen und damit auch die persönliche Markenwahrnehmung, die ich in meinem Modell getestet habe, sind bei den Teilnehmern ziemlich entgegengesetzt gewesen. Das heißt, manche haben eine sehr positive und manche eine sehr negative Wahrnehmung gehabt. Dadurch, dass ich dies mit einer offenen Frage getestet habe, könnte ich so auch verschiedene Begründungen mit aufnehmen, welche für meine Analyse wie gesagt recht interessant waren.

Beschreibe deine Studienzeit in 3 Worten?

Annika Hagen: Bunt, abwechslungsreich, unvergessen!

Was würdest du anderen Studierenden empfehlen, die gerade vor ihrer Masterarbeit stehen?

Annika Hagen: Sofern man sich das Thema selber aussuchen kann, würde ich auf jeden Fall immer dazu raten, ein Thema zu wählen, das einen auch persönlich interessiert und für das man sich begeistern kann. Mir hat es auch geholfen, mir einen Zeitplan zu erstellen, in dem ich dann Ziele gesetzt habe, wie beispielsweise, wann ich mit meiner Umfrage starten möchte oder bis wann ich die Analyse der Umfrage durchgeführt haben möchte. Ich finde es nämlich immer recht wichtig, in so ein langes Projekt ein bisschen Struktur zu bringen. Viele haben ja auch ein Problem, sich selber zu motivieren und gerade sich selber Ziele zu setzen, hat mir auf jeden Fall immer geholfen. Es ist wahrscheinlich ganz normal, dass man mal Phasen hat, in denen man wirklich gar keine Motivation hat. In der Zeit habe ich mich dann auch wirklich mit was anderem beschäftigt und vielleicht auch mal ein Wochenende gar nichts getan, um ein bisschen Abstand zu bekommen und dann mit einem klaren Kopf wieder dran zu gehen.

 

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